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1:1-Modell
im Dialog

Rendering der neuen Tram von außen
Rendering der neuen Tram von innen
Rendering der neuen Tram von innen
Rendering der neuen Tram von innen

Wozu dient das 1:1-Modell und wie entstand dieses sogenannte Mock-Up?

Die neue Rhein-Neckar-Tram ist wie alle Schienenfahrzeuge ein hochkomplexes Zusammenspiel verschiedenster Bauteile, Fertigungstechnologien- und Produktionsprozesse. Unterschiedlichste Bedarfe, Anforderungen und Ideen sind in die Planung eingeflossen, um die neue Bahngeneration möglichst kundenfreundlich und zuverlässig, aber auch wirtschaftlich und betrieblich optimal zu entwickeln.

Trotz modernster Konstruktionszeichnungen und Visualisierungen ist es vorteilhaft und nutzbringend, das tatsächliche Zusammenspiel der funktionalen Lösungen und gestalterischen Konzepte an einem realen, maßstabsgetreuen 1:1-Modell zu überprüfen. So kann die dreidimensionale Wirkung einer Gesamtbetrachtung unterzogen und ideal beurteilt werden.

Um der Öffentlichkeit die Gestaltung der neuen Bahnen ideal zu veranschaulichen und um eine realistische Gesprächsgrundlage für den Austausch mit Verbänden und Interessenvertretern zu ermöglichen, wurde eigens ein begehbares Teilmodell der neuen Bahngeneration angeschafft.

Mock-Up

Dieses 1:1-Modell, das sogenannten „Mock-Up“, wurde von einem auf die Produktion solcher Funktionsmodelle und Prototypen spezialisierten Betrieb in Chemnitz nach den Vorgaben der rnv maßgefertigt. Hier kommen auch viele händische Produktionsschritte wie Formenbau, Holzarbeiten, Lackierung und Montage, aber auch High-Tech-Verfahren wie CAD-Fräsen und 3D-Druck zum Einsatz. Das Modell wiegt mehrere Tonnen, besitzt Abmessungen von etwa 16 × 2,40 × 3,50 Meter und wurde mit einem entsprechenden Spezialtransport nach Mannheim geliefert.

Werfen Sie einen Blick in das Mock-Up der neuen Rhein-Neckar-Tram 2020. Klicken Sie auf die orangenen Markierungen, um sich durch das Mock-Up zu bewegen. Sie können das Bild „anfassen“ (klicken und halten), sich umschauen, oder Details heranzoomen.


Dialogverfahren und mobile Präsentationen

Ab Mitte Oktober 2018 bietet die rnv ein strukturiertes Dialogverfahren an, um mit Kunden, Verbänden, Politik und Verwaltung ins Gespräch zu kommen und um über diejenigen Details der neuen Rhein-Neckar-Tram 2020 zu diskutieren, die für Fahrgäste und Betrieb im Alltag wichtig sind.

Eingeladen sind zahlreiche Interessengruppen der gesamten Region, vom Fahrgastbeirat über Bahn- und ÖPNV-Kundenverbände bis hin zu verschiedenen Institutionen und Gremien, die die Belange und Interessen von Menschen mit Behinderungen, Radfahrern oder Senioren vertreten. Kernstück des Dialogs sind gemeinsame Begehungen des 1:1-Modells, in denen ein inhaltlicher Austausch stattfinden und konstruktive Details gemeinsam erörtert und erklärt werden können. Die Ergebnisse der gemeinsamen Ortstermine werden systematisch erfasst und ausgewertet.

Einen ersten Eindruck vermittelt Ihnen der folgende Video-Beitrag vom 31.08.18 auf RNF: PROJEKT RHEIN-NECKAR-TRAM 2020 NIMMT WEITER FAHRT AUF.

Video-Thumbnail
Symbol Dialogverfahren

Die so erhaltenen Rückmeldungen und Anregungen, beispielsweise zu Möblierung, Komfort, Alltagstauglichkeit und auch zum Design können so vor Produktionsbeginn umfassend auf technische, rechtliche, wirtschaftliche und konzeptionelle Umsetzbarkeit hin geprüft werden. Diejenigen Ergebnisse, die innerhalb des Fahrzeuggrundkonzeptes anhand der Prüfkriterien als realisierbar bewertet wurden und die auch keine einseitige Verschlechterung oder Benachteiligung für einzelnen Nutzergruppen darstellen, können in die endgültigen Feinplanungen einfließen und finden sich dann auch in den Serienfahrzeugen wieder.

„Die rnv wird ab Mitte Oktober 2018 mit einer mobilen Ausstellung der Sitzvarianten in den großen Einkaufsquartieren und Fußgängerzonen der Region von Ludwigshafen bis Heidelberg präsent sein.“
Symbol Abstimmung

Über diese funktionalen Fragestellungen hinaus lädt die rnv auch die allgemeine Öffentlichkeit, also allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern, ein, sich bei der ästhetischen Gestaltung des Innenraums der neuen Rhein-Neckar-Tram 2020 entscheidend einzubringen und über das bevorzugte Design der Sitze abzustimmen. Hierzu wird die rnv ab Mitte Oktober 2018 mit einer mobilen Ausstellung der Sitzvarianten in den Herzen der großen Einkaufsquartiere und Fußgängerzonen der Region von Ludwigshafen bis Heidelberg präsent sein. Dann heißt es: Probesitzen, Farbalternativen beurteilen, mitmachen und für die persönlich favorisierte Version abstimmen. Bei dieser Präsentation vor Ort werden natürlich auch zahlreiche weitere Informationen zu den neuen Bahnen angeboten. Interessiert? Dann einfach vorbeikommen, sich informieren und die Zukunft des ÖPNV aktiv mitgestalten.

Video-Thumbnail

Robur Prototyping & Materials GmbH

Als Spezialist für Industrie-Service-Lösungen konstruierte die Firma Robur Protoyping & Materials GmbH in Chemnitz auch das Mockup der Rhein-Neckar-Tram 2020. An diesem 1:1-Modell der neuen Fahrzeuggeneration für die Metropolregion Rhein Neckar können die Funktionalitäten der neuen Bahn getestet und bei Bedarf auch weitere Entwicklungsschritte vor Produktionsstart definiert werden. Das Mockup der Rhein-Neckar-Tram 2020 ist im Branchenvergleich auf Grund seiner Größe und Ausführung ein besonders detailreiches: Bei einem Eigengewicht von etwa 10 Tonnen ist die zeitgleiche Begehbarkeit der Konstruktion für bis zu 20 Personen gleichzeitig gewährleistet. Rund zwei Drittel der Gesamtmasse des Mockup sind dabei aus Holz gefertigt, ein Materialmix aus Alu- und Glaserfaser-Komponenten, der Einbau echter Fenster und Türen sowie reale Sitze und Bodenbeläge, Haltestangen und angedeutete Fahrgastinformationssysteme im Innenraum simulieren bereits jetzt perfekt und absolut realitätsnah die künftige Aufenthaltsqualität in der Rhein-Neckar-Tram.

Bei Robur Protoyping & Materials GmbH wurde das Mockup der Rhein-Neckar-Tram 2020 aus einer Hand und – branchenüblich – natürlich unter strengster Geheimhaltung gefertigt. Das setzte die extreme Flexibilität, aber insbesondere auch die vielfaltige Qualifikation des Robur-Teams voraus: Hand in Hand wirken die Leistungen der Konstrukteure und Handwerker, alle Leistungen und Gewerke müssen nahtlos und absolut effizient ineinander greifen, jede Anpassung muss binnen kürzester Zeit ausgeführt werden, um die straffe Zeitschiene für Präsentation und anschließenden Serienproduktionslauf nicht zu gefährden.

Auch die Zusammenarbeit mit dem Hersteller Škoda Transportation und dem Betreiber, also der rnv GmbH, musste ebenfalls extrem eng verzahnt vonstattengehen, um in kürzester Zeit bestmögliche Ergebnisse für die Gesamtqualität des Mock-Ups zu erzielen. Im Falle des Rhein-Neckar-Tram Mock-Ups ist das aus Sicht aller Beteiligten perfekt geschehen! Hohe fachliche Kompetenz und intensive Erfahrungen im Modell- und Konstruktionsbau waren dafür wichtige Voraussetzungen, alleine bei der baulichen Realisierung des Mock-Ups waren kontinuierlich neun Robur-Mitarbeiter ausschließlich mit dem Modell der Rhein-Neckar-Tram 2020 beschäftigt.

Im Ergebnis kann nun von der rnv GmbH direkt in Mannheim am Modell der Rhein-Neckar-Tram 2020 das Fahrzeug für die Zukunft in realer Größe und Anmutung vorgestellt und im Innenraum auf Funktionalitäten geprüft werden. Denn natürlich soll beim Mock-Up nicht etwa ein Showeffekt überzeugen, sondern vielmehr das echte Potential des neuen Fahrzeugs präsentiert und sinnvoll weiterentwickelt werden. Im Interesse der Kunden, im Interesse eines attraktiven Schienenverkehrs in der Metropolregion Rhein Neckar, und im Hinblick auf eine moderne, zuverlässige und ökologische Mobilität.

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